Die Farbe des Schattens

Informationen zum Buch

Autorin: Susanne Tägder, 336 Seiten, erschienen im Tropen Verlag, ISBN: 978-3-608-50273-2, erschienen im Jahr 2025.

Das Buch „Die Farbe des Schattens“ von Susanne Tägder spielt im Jahr 1992 in Mecklenburg. Also in einer Zeit, als die Wiedervereinigung noch jung war und damit auch bei der Polizei in den neuen Bundesländern zwei Systeme zueinanderfinden mussten.

Darum geht es

Mecklenburg, 1992. Am Anfang des Jahres erreicht Hauptkommissar Arno Groth, der viele Jahre in Hamburg gelebt hat, ein Anruf: Im Mönkebergviertel, einer Plattenbausiedlung, verschwindet der elfjährige Matti Beck auf dem kurzen Weg zum Einkaufen spurlos. Es gibt eine großangelegte Suchaktion und der Fall wird auch eine Herausforderung für Kommissar Groth. Es zeigt sich bald, dass der Fall Erinnerungen an einen unaufgeklärten Mordfall aus derselben Gegend weckt. Damals hat Kommissar Gerstacker ermittelt, der aber wegen seiner Stasi-Vergangenheit mittlerweile aus dem Dienst entlassen wurde und jetzt gebraucht wird. Es gründet sich die Einsatzgruppe „Nachtschatten“ um die vielen Geheimnisse im Mönkebergviertel zu lüften und den Vermisstenfall aufzuklären.

Meine Bewertung

Eins gleich vorweg: Das Buch von Susanne Tägder ist mehr als ein reiner Krimi. Es ist vielmehr eine Erzählung, die neben dem Kriminalfall auch gesellschaftliche Entwicklungen nach der Wiedervereinigung beinhaltet. So wird die damalige Zeit detailliert beschrieben und man fühlt sich mitten drin. Der Schreib- und Erzählstil der Autorin sorgt dafür, dass man das Buch flüssig lesen kann. Dies liegt nicht zuletzt an den verschiedenen Teilhandlungen. Neben dem eigentlichen Fall tritt schon sehr früh eine Taxifahrerin in die Geschichte und man spürt bald, dass diese etwas Wichtiges zum Fall beobachtet hat. Was es aber genau ist, erfährt man erst später in der Handlung. Dies sorgt dafür, dass auch dieser Teilstrang der Erzählung dafür sorgt, dass man das Buch immer weiterlesen möchte und man es mit der Zeit nicht mehr aus der Hand legen kann.

Die Wendungen im Kriminalfall kommen auch an der richtigen Stelle, und so passiert es, dass man immer mehr in die Geschichte und Handlung hineingezogen wird. Auch sind die Ermittler sympathisch. Gerade Kommissar Groth lernt man auch privat kennen und man sieht von dieser Person mehr als nur den Kommissar, der er beruflich ist.

Von Anfang an möchte man natürlich die Lösung des Falls kennen. Im Buch merkt man aber auch, dass Vorurteile und vermeintlich einfache Zusammenhänge dazu führen können, dass es zu Vorverurteilungen kommt und nur mit Mühe die betroffenen Personen danach wieder rehabilitiert werden können. Damit zeigt die Handlung gut auf, dass eine Ermittlung nicht immer einfach linear verläuft und der einfachste Weg der richtige ist, sondern dass diese eben häufig komplex ist und man nicht von Anfang an immer alle richtigen Zusammenhänge sieht.

„Die Farbe des Schattens“ ist Krimi und Gesellschaftsroman in einem und war für mich, gerade auch wegen der gesellschaftlichen Beschreibungen der damaligen Zeit, eines meiner Lesehighlights in diesem Jahr!

Wir bewerten das Buch mit 5 von 5 Sternen!

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Mehr Informationen zum Buch gibt es auf der Homepage des Verlags.

Transparenzhinweis: Vom Verlag haben wir ein kostenfreies Rezensionsexemplar des Buchs erhalten. Unsere Buchbesprechungen sind unabhängig und die Zurverfügungstellung von Rezensionsexemplaren hat keinen Einfluss auf diese.

Ich habe eigentlich immer einen SuB (Stapel ungelesener Bücher) herumliegen. Wenn die Bücher dann gelesen sind, stelle ich die, die mir besonders gut gefallen haben, hier im Blog vor. Am liebsten lese ich Krimis, aber auch ab und an einen (historischen) Roman oder Sachbücher.

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