Die Autorin Romy Fölck ist unter anderem wegen ihrer Krimi-Reihe rund um Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn bekannt. Mit „Fünf Fremde“ hat sie nun ihren ersten Thriller veröffentlicht. Da mir ihre Krimis bisher immer besonders gut gefallen haben, musste ich natürlich auch das aktuelle Buch von ihr lesen und ich wurde nicht enttäuscht.
Darum geht es
Fünf Passagiere fahren mit der Fähre an einem stürmischen Oktobertag auf die Insel Neuwerk. Für einige von ihnen ist es die Rückkehr an einen Ort, der dunkle Erinnerungen wachruft. An einem Sommer vor dreißig Jahren sind zwei Jugendliche aus dem Schullandheim spurlos verschwunden. Vier von den fünf Passagieren waren auch damals auf Neuwerk und sie hat bis heute nicht die Frage losgelassen, was damals auf der Insel wirklich geschah. Als dann auf der Insel ein Orkan aufzieht und niemand mehr die Insel verlassen kann, kommen lang gehütete Geheimnisse an die Oberfläche und die fünf Passagiere müssen feststellen, dass sie alle einen Bezug zu den Ereignissen vor dreißig Jahren haben. Es zeigt sich dann, dass es jemanden gibt, der die Antwort auf die Frage, was damals vorgefallen ist, kennt und er nicht eher ruht, bis eine alte Schuld endlich gesühnt wird…
Meine Bewertung
Romy Fölck hat einen Thriller mit einem fesselnden Rätsel geschaffen. Zu Beginn muss man natürlich erst mal die fünf Personen, die die Hauptrolle im Roman spielen, kennenlernen. Bei mir hat es etwas gedauert, bis ich alle immer richtig zugeordnet habe und mir hat hier die Übersicht im Schutzumschlag sehr geholfen. Auch muss man die Datumsangaben bei den einzelnen Kapiteln sehr aufmerksam lesen, da es immer wieder Rückblicke in die Zeit des Schullandheimaufenthalts gibt und sich diese abwechseln mit Kapiteln, die in er aktuellen Zeit spielen.
Der Thriller und die Handlung sind toll aufgebaut. Neben dem Rätsel aus der Vergangenheit, also der Frage warum die zwei Jugendliche im Schullandheim verschwunden sind, gibt es auch bei den fünf Personen immer wieder Vorkommnisse, die komisch sind. Hier möchte man als Leser natürlich wissen, wie alles zusammen hängt und auch, ob und was die fünf Protagonisten damit zu tun haben.
Romy Fölck hat – wie auch schon bei ihren anderen Büchern – einen wunderbaren Schreib- und Erzählstil. Dieser und auch die kurzen Kapitel, die immer aus den verschiedenen Perspektiven der Beteiligten erzählt werden, sorgen dafür, dass man das Buch immer weiterlesen möchte. Hinzu kommt auch die atmosphärisch sehr eindringlich beschriebene Orkannacht, bei der man sich fühlt, als wäre man selbst mit dabei.
All dies führt dazu, dass man in das Buch hineingezogen wird und immer weiterlesen möchte. Am Ende des Buches werden die verschiedenen Stränge, die sich mit der Zeit aufgebaut haben, grandios zusammengeführt und die Lösung des Rätsels ist am Ende ganz anders als ich als Leser es eigentlich erwartet habe. Aber genau das macht ja auch gute Bücher und Thriller aus. Insofern ist „Fünf Fremde“ für mich eine ganz klare Leseempfehlung!
Ich bewerte das Buch mit 5 von 5 Sternen!
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