Über ein Gewinnspiel bei LovelyBooks habe ich das E-Book des vierten Falls für Kommissarin Thea Molt, die als Mallorca-Kommissarin bezeichnet wird, gewonnen. Daher ging es für mich zum ersten Mal bei einem Krimi auf die Insel Mallorca.
Darum geht es
Nach einer Ausstellung in Palma wird die junge Künstlerin Juna tot aufgefunden. Bei der Vernissage war auch Kommissarin Thea Molt dabei und diese beginnt zu ermitteln. Was zunächst nach einem tragischen Unfall aussieht, entwickelt sich zu einem Rätsel rund um dubiose Galeristen, skrupellose Händler und geltungsbedürftige Kunstliebhaber. Zusammen mit Sargento David Martinez und dem Kunstkenner Luca folgt sie den Spuren quer durch Mallorca. Doch je näher Thea der Wahrheit kommt, desto größer wird die Gefahr für das Ermittlerteam.
Meine Bewertung
Auch wenn der Titel es vermuten lässt, ist die Hauptprotagonistin im Buch, Thea Molt, keine richtige Kommissarin auf Mallorca. Sie ist zwar Kommissarin, kommt aber aus Deutschland und ermittelt dort. Auf Mallorca ist sie aktuell für eine Auszeit und hat dort den Sargento David Martinez kennen und lieben gelernt. Während der Fall gelöst wird, mischt sich Thea aber immer wieder in die Ermittlungen ein bzw. geht eigenen Spuren und Theorien nach. Am Anfang fand ich das noch ganz interessant, irgendwann wurde es aber für mich dann auch zu viel und unrealistisch, dass dieses Verhalten keinerlei Konsequenzen für sie hatte. Hier kommt eindeutig die literarische Freiheit zum Zuge; ich bin mir sicher, dass das in der Realität nicht immer so wäre. Insgesamt sind die Charaktere und das Hauptermittlerteam sympathisch und man kann eine gute Beziehung zu ihnen aufbauen, auch wenn man die vorherigen Bände nicht gelesen hat.
Der eigentliche Fall war gut gewählt und mal etwas anderes. Es geht um Kunst, Kunstfälschung und das Geschäft mit Gemälden. Ein Thema, über das ich bisher noch keine Krimis gelesen habe. Auch der Erzählstil der Autorin ist gut und man kann das Buch gut lesen und kommt auch immer wieder in Urlaubsstimmung. Das liegt sicherlich daran, dass die Handlung auf Mallorca spielt, aber auch, dass die Landschaften von der Autorin sehr detailliert und bunt beschrieben werden.
Auch wenn es immer wieder kleinere Wendungen in der Auflösung des Falls gibt, hat mich die Ermittlung nicht wirklich mitgerissen. Die Auflösung des Falls war dann zwar mit mehr Spannung verbunden und auch anders als gedacht, für mich hätte es aber davor schon mehr Spannung in der Handlung gebraucht. Insgesamt ist „Schatten über Calvià“ ein netter Krimi, den man gut zwischendurch lesen kann. Er hat mich aber nicht voll überzeugt und ist aus meiner Sicht auch kein Krimi, der einem in Erinnerung bleibt.
Ich bewerte das Buch mit 3 von 5 Sternen!
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