Die Steirerkrimi-Reihe hatte ich bisher nur aus den Verfilmungen gekannt. Da ich mir dieses Jahr vorgenommen habe, bewusst auch Krimis zu lesen, die nicht nur in Deutschland oder den skandinavischen Ländern spielen, hat es gut gepasst, dass von Claudia Rossbacher mit „Steirerzwist“ der 15. Fall der Reihe im Gmeiner Verlag in diesem Januar erschienen ist.
Darum geht es
Sandra Mohr kommt aus ihrem Urlaub zurück und es wartet schon ein neuer Fall auf sie und ihren Kollegen Sascha Bergmann. An der Mur in Graz wird eine tote Joggerin gefunden. Der Joggerin hat man die Kehle durchgeschnitten und Sandra Mohr kennt sie flüchtig und kann sie als Hoteldirektorin identifizieren. Kurz danach wird ein Obdachloser unter einer Brücke tot aufgefunden, der die gleichen Verletzungen aufweist. Es stellt sich die Frage, ob und wie die beiden Mordfälle zusammenhängen. Sandra Mohr und Sascha Bergmann ermitteln in einem Mordfall, der undurchsichtig ist und bei dem immer wieder neue Spuren und Motive aufkommen.
Meine Bewertung
Auch wenn Steirerzwist der 15. Fall in der Reihe um Sandra Mohr und Sascha Bergmann ist, war es für mich der erste Band, den ich aus der Reihe lese. Ich konnte aber gleich gut in die Handlung einsteigen und hatte nicht das Gefühl, dass mir aus den vorherigen Bänden Hintergrundinformationen fehlten. Man merkt auch gleich, dass die Geschichte durch das Ermittlerduo lebt. Diese passen gut zusammen, obwohl sie sehr unterschiedliche Charaktere sind. Aber gerade diese Ergänzungen machen sie als Team so besonders. In diesem Fall kommt auch eine neue Kollegin zum Team und unterstützt Sandra Mohr und Sascha Bergmann. Eine Besonderheit in diesem Band ist, dass neben dem eigentlichen Fall auch viel aus dem Privatleben von Sandra Moh erzählt wird. Deren Mutter ist gestorben und sie hat deswegen Kontakt zu ihrem Halbbruder. Durch diesen Handlungsstrang nimmt man die Protagonisten auch noch einmal anders wahr.
Das Buch ist angenehm zu lesen, was vor allem auch am Schreib- und Erzählstil von Claudia Rossbacher liegt. Dieser lebt vor allem durch die sehr detaillierten Beschreibungen von Situationen und Personen. So nimmt einen der Schreib- und Erzählstil beim Lesen mit und ist ein Grund, dass man das Buch zügig liest und nicht mehr weglegen möchte. Aber auch der Kriminalfall fesselt einen als Leser. Dieser überzeugt dadurch, dass er nicht so geradlinig verläuft, wie es am Anfang erscheint. Es gibt immer wieder unerwartete Wendungen und Vermutungen sowie Ermittlungsrichtungen, die sich nicht als richtig erweisen. Daher ist man als Leser gespannt, wie am Ende der Fall aufgelöst wird.
Für mich ging dann aber die Auflösung des Falls am Ende doch etwas zu schnell. Auch hätte ich mir in der Handlung an der einen oder anderen Stelle etwas mehr Spannung gewünscht. Alles in allem ist „Steirerzwist“ aber ein Krimi, den man gelesen haben sollte und der insbesondere durch das Ermittlerteam und den Erzählstil der Autorin überzeugt.
Spannend wird sein, ob es noch weitere Bände mit Sandra Mohr und Sascha Bergmann als Ermittlerduo geben wird, da sich die Autorin erst einmal eine Schreibpause gönnen wird. Aber in ihrem Vorwort zum Buch kündigt sie bereits an, dass die Geschichte um Sandra Mohr und Sascha Bergmann noch nicht zu Ende ist und sich irgendwann ein neues Kapitel auftut. Man darf also gespannt sein!
Ich bewerte das Buch mit 4 von 5 Sternen!
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