Ostfriesland ist für mich ein Sehnsuchtsort und meine Lieblingsurlaubsregion. Insofern gibt es für mich nichts Schöneres als eine gute Tasse Ostfriesentee von Thiele Tee und einen guten Krimi, der in Ostfriesland spielt. Im dp Verlag bin ich auf das Buch „Tatort Norden – Ostfriesland sehen und sterben“ von Hripsime Rüstemyan aufmerksam geworden und musste es natürlich gleich mal lesen.
Darum geht es
In einer verlassenen Hotelruine im ostfriesischen Norden wird ein Mann brutal erschlagen. In seinem Schädel wird ein Kristallsplitter gefunden, der die ermittelnden Kommissare erst mal vor ein Rätsel stellt. Die Kommissare Onno Schoolmann und Martin Gerdes nehmen die Ermittlungen auf, die sie zu einem in die Vergangenheit eines gefeierten Sportlers und jetzigen regionalen Unternehmers führen. Bald finden die Ermittler Drohungen, alte Freundschaften und ein Milieu, in dem Geld, Macht und Schweigen regieren. Und durch eine Wendung wird der Fall auch immer mehr zu einer persönlichen Belastung für Onno, da sich Verbindungen zu einem ungeklärten Mord aus seiner eigenen Vergangenheit auftun.
Meine Bewertung
Der Krimi hat mir mal wieder gezeigt, dass es viele tolle und gute Ostfriesland-Krimis gibt und man daher nicht immer zu den Büchern, die am meisten beworben werden, greifen muss und sollte. Hripsime Rüstemyan hat mit ihren Ermittlern Onno Schoolmann und Martin Gerdes ein sympathisches Ermittlerduo geschaffen. Im Jahr 2023 ist ein Vorgängerband mit beiden Ermittlern im emons Verlag erschienen. In diesem Band werden die Ermittler aber auch noch einmal gut eingeführt und man erfährt auch private und berufliche Hintergründe, um gut eine Beziehung zu diesen aufzubauen. Auch die weiteren Personen im privaten und persönlichen Umfeld sind zum einen sympathisch und vielschichtig gezeichnet, zum anderen alles tolle Charaktere, was eine gute Mischung macht.
Das Besondere an diesem Krimi ist aus meiner Sicht die Verknüpfung von mehreren Fällen und Handlungssträngen. Durch eine Wende in den Ermittlungen gibt es auf einmal in der Handlung Verbindungen zu einem alten Mordfall, der in der Vergangenheit von Onno eine wichtige Rolle spielt. Aber es zeigt sich auch, dass auch die Vergangenheit von anderen Personen rund um den eigentlichen Mordfall wichtig für die Ermittlungen sind. So kommt dann die Auflösung des Falls überraschend. Hripsime Rüstemyan schafft es, einen vielschichtigen Krimi zu schreiben, der auch durch die gute Mischung aus Ermittlung und Einblicken in das Privatleben der Ermittler überzeugt.
„Tatort Norden – Ostfriesland sehen und sterben“ ist aus meiner Sicht ein guter Krimi, bei dem die Polizei- und Ermittlungsarbeit im Vordergrund steht und es zum Ende hin auch spannend wird. Er ist atmosphärisch gut geschrieben und man erlebt auch die Nordener Innenstadt und die ostfriesische Landschaft beim Lesen. Ich hoffe, dass es noch weitere Bände um das Ermittlerduo gibt und man auch erfährt, wie es mit Onno Schoolmann und Martin Gerdes weitergeht. Mich hat das Buch auf jeden Fall voll und ganz überzeugt!
Ich bewerte das Buch mit 5 von 5 Sternen!
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Transparenzhinweis: Vom Verlag haben wir ein kostenfreies Rezensionsexemplar des Buchs (als E-Book) erhalten. Unsere Buchbesprechungen sind unabhängig und die Zurverfügungstellung von Rezensionsexemplaren hat keinen Einfluss auf diese.



