Volker Klüpfel und Michael Kobr sind vor allem für Ihre Allgäu-Krimis rund um Kommissar Kluftinger bekannt. Doch beide Autoren verfolgen auch Buchprojekte, die sie alleine schreiben. Bei Michael Kobr ist dies eine Reihe um Kommissar Ipsen auf der Insel Bornholm. Volker Klüpfel hat mit »Wenn Ende gut, dann alles« den ersten Band einer Reihe um das „Ermittlerduo“ Svetlana und Tommi vorgelegt.
Darum geht es
Tommi ist Anfang 30 und arbeitet konsequent an seinem Durchbruch als Bestsellerautor. Aufgrund vorübergehender knapper finanzieller Mittel lebt er im alten Wohnmobil seines Vaters. Die Hymer B550 hat er ihm zusammen mit seiner ukrainischen Putzfrau Svetlana überlassen. Eines Abends entdecken Tommi und Svetlana am Waldrand ein kleines Mädchen. Nachdem beide das Gefühl haben, dass sich die Polizei nicht so wirklich interessiert, was mit dem Mädchen passiert ist, begeben sich Tommi und Svetlana auf eigene Ermittlungen. Dabei wissen sie nicht, dass sie auf der Spur eines schrecklichen Verbrechens sind und sich selbst in große Gefahr bringen.
Meine Bewertung
Am Anfang war ich unentschlossen, ob ich das Buch lesen soll oder nicht. Denn das Buch von Volker Klüpfel ist kein klassischer Krimi, sondern aus meiner Sicht eher im Bereich Cosy Crime einzuordnen. Da ich in dem Bereich auch schon Enttäuschungen erlebt habe, war ich mir etwas unsicher. Doch zum Glück habe ich das Buch gelesen!
Das Buch überzeugt vor allem durch die sympathischen Hauptcharaktere. Man kann sehr schnell zu diesen eine Beziehung aufbauen und auch die weiteren Personen im Buch sind sympathisch und passen gut zusammen. Richtig gut beim Lesen hat mir aber gefallen, dass Volker Klüpfel es schafft, den Humor in der Handlung wohl dosiert an den richtigen Stellen einzubauen. Es ist ein Krimi, der angenehm zum Lesen ist und der auch einen immer wieder beim Lesen zum Schmunzeln bringt. Das hat mir richtig gut gefallen, weil hier nicht versucht wird, möglichst übertrieben lustig zu sein.
Auch der Schreibstil des Autors sorgt dafür, dass man das Buch gut lesen kann und es einen mitnimmt. Man möchte es nach einiger Zeit gar nicht mehr aus der Hand legen, weil man zum einen wissen möchte, wie die Geschichte ausgeht, zum anderen aber schon auf die nächste Aktion gespannt ist, die Tommi und Svetlana planen. So waren die rund 400 Seiten schnell gelesen und man hat dann auch erfahren, wie am Ende alles zusammenhängt. Gerade dieses Ende kam für mich dann auch überraschend und hat das Leseerlebnis positiv abgerundet.
»Wenn Ende gut, dann alles« ist ein Buch für entspannte Lesestunden. Es ist gerade auch für Leser:innen geeignet, die nicht so oft Krimis und Thrillers lesen, da der Fall gut erzählt wird und auch die Interaktion der Charaktere im Vordergrund steht. Für mich war das Buch ein Lesehighlight in diesem Jahr und ich freue mich schon auf viele weitere Bände mit Tommi und Svetlana.
Ich bewerte das Buch mit 5 von 5 Sternen!
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