Krimis, die an der Nordsee spielen, mag ich besonders gern. Daher kam das Buch Sündeninsel von Juna Kristensen gleich auf meine Leseliste, als ich es im Newsletter vom dp verlag entdeckt hatte.
Darum geht es
Elli sucht seit 19 Jahren ihre ältere Schwester Louise. Endlich hat sie eine Spur, die auf die Insel Neuwerk führt. Sie findet dort auch ihre Schwester, allerdings lebt diese in einer autarken Frauenkommune. Auch wenn ihr Louise versichert, dass sie freiwillig in der Kommune ist, merkt Elli bald, dass nicht alles in der Kommune so ist, wie es vorgegeben wird. Als sie nachzuforschen beginnt, stößt sie auf ein Geheimnis, das zwei Generationen zurückliegt und bis heute schreckliche Folgen hat.
Meine Bewertung
Juna Kristensen schafft es in ihrem Buch, die Landschaft und vor allem die Stimmung auf Neuwerk wunderbar zu beschreiben. Gerade die Stimmung auf Neuwerk wird sehr düster dargestellt, was zum einen an der Jahreszeit liegt, zum anderen aber auch an der Kommune und deren Geheimnis. Ich habe mir aber sehr schwer getan zu Beginn in die Handlung zu kommen. Vor allem als Elli auf die Insel Neuwerk kommt, werden sehr viele Protagonisten in die Handlung eingeführt, was bei mir dazu geführt hat, dass ich an der einen oder anderen Stelle den Überblick verloren habe. Auch fand ich, dass es zu Beginn keinen wirklichen roten Faden in der Handlung gab und immer wieder hin und her gesprungen wurde, was den Lesefluss etwas behindert.
Auch wenn die Stimmung auf Neuwerk sehr düster beschrieben wird und man schnell merkt, dass mit der Kommune etwas nicht stimmt, kommt die Spannung aus meiner Sicht in der ersten Hälfte des Buches etwas zu kurz. Diese nimmt dann zum Ende hin zu, vor allem auch beim Finale. Aber auch hier gibt es immer wieder Sprünge in der Zeit und in der Handlung, die bei mir dazu geführt haben, dass mich das Buch und die Handlung nicht so richtig mitgenommen haben. Das lag sicherlich auch darin, dass ich auch keine wirkliche Beziehung zu den Hauptprotagonisten in der Handlung aufbauen konnte. Zwar erfährt man auch etwas aus ihrem Leben, für mich war das aber zu wenig und damit sind diese eher unnahbar geblieben.
Die prinzipielle Idee für den Thriller finde ich gut, aber leider konnte mich das Buch und die Geschichte nicht mitreißen. Vielmehr war es bei mir so, dass ich das Buch auch mal zur Seite gelegt habe, da ich nicht zu 100 % dabei war. Insofern hat mich „Sündeninsel“ von Juna Kristensen nicht komplett überzeugt.
Ich bewerte das Buch mit 3 von 5 Sternen!
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Transparenzhinweis: Vom Verlag haben wir ein kostenfreies Rezensionsexemplar des Buchs (als E-Book) erhalten. Unsere Buchbesprechungen sind unabhängig und die Zurverfügungstellung von Rezensionsexemplaren hat keinen Einfluss auf diese.



